Preiskalkulation mal einfach
Der Dienstleistungsrechner für die Beautybranche soll euch bei der Preiskalkulation unterstützen. In wenigen Sekunden erhaltet ihr – nach der Eingabe einiger Daten – einen Bruttoverkaufspreis pro Minute bzw. pro Stunde. Damit wisst ihr, wie teuer eine eurer Dienstleistungen sein muss, wenn ihr 1 Stunde arbeitet.
Vor allem aber wollen wir die Zusammenhänge von Statistiken und Preisen damit vermitteln, die jeder Unternehmer und jede Unternehmerin beachten sollten. Denn es reicht nicht, sich Umsätze oder Auslastung anzuschauen, wenn man nicht auch etwas ändert.
Hinweis: Wir speichern keinerlei von euch eingegebene Daten. Die Seite ist völlig kostenlos und von jedem nutzbar. Hier findet ihr unseren Rechenweg.

Der kostenlose Preisrechner für Friseur- und Kosmetikstudios: berechnet euren Mindest-Stundensatz und zeigt, welche Preise sich wirklich rechnen.
- Journal (Finanzen → Finanzberichte) — Preise & Team. Der letzte volle Monat reicht.
- Leistungen (Einstellungen → Leistungsverzeichnis, Excel-Export) — die Dauern.
- Mitarbeiter-Statistik (Statistiken → Mitarbeiter, „Auslastung Dienstzeit in %") — eure echte Auslastung. Optional.
Trag dich selbst als Inhaber:in mit deinem Wunschlohn ein (inkl. Versicherung & Vorsorge).
| Name | Typ | Stunden pro Woche |
Brutto bzw. Lohn pro Monat (€) |
Auslastung in % |
|---|
Alles netto pro Jahr — zur Not mit den Vorschlägen.
So viel musst du mindestens verlangen — deckt Löhne, Kosten und Zuschlag (brutto):
Dienstleistung, Dauer und Preis eingeben — Material optional pro Leistung.
| Bezeichnung | Dauer (min) |
Verkaufspreis (Brutto, €) |
Materialkosten (Brutto, €) |
Ziel-VK (Brutto) |
Netto- marge |
Nettomarge pro Stunde |
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Zieh an den Reglern — deine Eingaben bleiben unverändert.
Tipp:
FAQ – die häufigsten Fragen zur Preiskalkulation
Wie berechne ich meinen Stundensatz als Friseur oder Kosmetikerin?
Der Rechenweg ist immer derselbe: Zählt zusammen, was euer Betrieb im Jahr kostet – Löhne inklusive Lohnnebenkosten, euer eigener Unternehmerlohn und alle Gemeinkosten wie Miete, Strom oder Steuerberater. Diese Summe teilt ihr durch die Stunden, die ihr tatsächlich an Kund:innen verkauft – nicht durch die Anwesenheitszeit! Hier kommt die Auslastung ins Spiel: Wer 40 Stunden da ist, aber nur 70 % davon über Termine abrechnet, verkauft nur 28 Stunden. Auf das Ergebnis kommen noch ein Gewinn- und Sicherheitszuschlag sowie die Mehrwertsteuer. Genau das rechnet unser Preisrechner für euch – den kompletten Rechenweg legen wir offen.
Was muss ein Friseur pro Stunde einnehmen?
Eine Pauschalzahl gibt es nicht – der Mindest-Stundensatz hängt von euren Löhnen, eurer Miete und vor allem eurer Auslastung ab. Zur Einordnung: Der Branchenschnitt liegt laut BranchenPuls im Friseurbereich aktuell bei rund 70 € Umsatz pro Terminstunde, in der Kosmetik noch darüber. Entscheidend ist aber nicht der Durchschnitt, sondern eure eigene Rechnung: Wer unter seinem kalkulierten Mindestpreis arbeitet, zahlt bei jedem Termin drauf – egal wie voll der Laden ist. Rechnet es in wenigen Minuten mit dem Preisrechner oben aus.
Einmal Preiskalkulation erklärt
Die Preiskalkulation beschreibt nichts anderes als die Berechnung eines Preises, der alle Gemein- und Einzelkosten eures Salons oder Studios deckt und einen Gewinn einplant. Unser Ansatz: Wir brechen Personalkosten unter Berücksichtigung der Auslastung und der Gemeinkosten minutengenau herunter und beziehen anschließend den Gewinn- und Sicherheitszuschlag sowie die individuellen Materialkosten ein. So entsteht für jede Dienstleistung ein Ziel-Verkaufspreis. Mehr dazu im Rechenweg.
Warum ist es wichtig, Preise zu kalkulieren?
Preise zu kalkulieren ist die Grundlage, um euer Geschäft am Leben zu halten. Nur eine Kalkulation stellt sicher, dass alle laufenden Kosten und eure Arbeitszeit im Preis stecken – und ein Gewinn übrig bleibt. Wichtig: Eine Kalkulation ist immer nur eine Momentaufnahme. Passt sie regelmäßig an eure aktuellen Kosten an und behaltet Faktoren wie Rabatte oder eure Top-Leistungen im Blick. Mehr dazu unter Rund um Preise.
Was ist der Unternehmerlohn – und warum rechnen Solo-Selbstständige anders?
Der Unternehmerlohn ist das, was ihr euch selbst für eure Arbeit zahlt – inklusive Krankenversicherung und Altersvorsorge. Viele Selbstständige vergessen ihn in der Kalkulation komplett und wundern sich, warum trotz vollem Terminkalender nichts übrig bleibt. Wichtig: Der Unternehmerlohn ist kein Gewinn! Der Gewinn- und Sicherheitszuschlag kommt zusätzlich obendrauf – für Rücklagen, Investitionen und Risiko. Unser Rechner behandelt deshalb Solo-Selbstständige anders als Angestellte: Beim Unternehmerlohn fallen keine Lohnnebenkosten wie beim Angestelltengehalt an.
Infos zu den Personalkosten
Bei den Personalkosten nehmen wir das Bruttogehalt eurer Mitarbeiter:innen und ihre vertraglichen Wochenstunden (ohne Pausen) als Basis. Für Urlaub, Krankheit und sonstige Ausfälle ziehen wir 8 Wochen ab und rechnen mit 44 Arbeitswochen pro Jahr – das kommt den tatsächlichen Arbeitsstunden deutlich näher. Auf das Bruttogehalt schlagen wir außerdem 22 % Lohnnebenkosten auf. Falls ihr neu gründet und noch kein Gefühl für Gehälter habt, hilft der Gehaltsvergleich des Statistischen Bundesamtes.
Was ist mit Auslastung gemeint?
Die Auslastung gibt an, wie viel Prozent der Arbeitszeit tatsächlich über Dienstleistungen verkauft wird – nicht, wie beschäftigt jemand ist. Aufräumen, Kasse, Beratung und Produktverkauf zählen nicht dazu; 100 % hieße, jede Minute wird als Termin bezahlt. Da die Personalkosten unabhängig von der Auslastung anfallen, ist sie ein enormer Preishebel: Bei 50 % Auslastung müssen dieselben Kosten in der halben verkauften Zeit verdient werden – das treibt den Mindestpreis nach oben. Nutzt ihr das Termin- und Kassensystem studiolution, findet ihr eure echten Werte unter Statistiken → Mitarbeiter („Auslastung Dienstzeit in %") – der Export lässt sich direkt in den Rechner laden. Mehr dazu unter Auslastung.
Was versteht man unter Gemeinkosten?
Gemeinkosten sind Kosten, die indirekt in den Preis einfließen – etwa Miete, Strom, Wasser, Steuerberater, Versicherungen oder Marketing. Sie werden bei der Berechnung auf alle Dienstleistungen verteilt. Das Gegenstück sind Einzelkosten: Sie lassen sich einer Leistung direkt zuordnen, zum Beispiel die Materialkosten einer Farbbehandlung.
Was heißt Marge überhaupt?
Die Marge ist der Betrag, der übrig bleibt, wenn ihr vom Verkaufspreis alle kalkulierten Kosten abzieht – in unserer Kalkulation also der Gewinn pro Dienstleistung. Dafür sorgt der Gewinn- und Sicherheitszuschlag, den wir standardmäßig mit 10 % ansetzen. Ihr könnt ihn jederzeit erhöhen, etwa wenn ihr mehr Rücklagen bilden oder investieren wollt. Wichtig: Euer eigener Lohn gehört nicht in die Marge – der steckt als Unternehmerlohn schon in den Kosten.
Materialkosten – das sollte man wissen
Viele Kalkulationen rechnen Materialkosten pauschal in die Gemeinkosten ein – bei Friseuren etwa 12,5 %, in der Kosmetik 12–15 %, bei Nagelstudios rund 10 %, in der Fußpflege etwa 5 %. Wir finden das ungenau, denn die Materialkosten unterscheiden sich stark pro Dienstleistung: Eine Maniküre braucht weniger Material als eine Gelnagel-Modellage, ein Haarschnitt weniger als eine Balayage oder Extensions. Deshalb raten wir, Materialkosten pro Leistung zu erfassen – nur so seht ihr die echte Marge jeder Dienstleistung. Ein prozentualer Pauschalbetrag funktioniert im Rechner aber ebenfalls.
Warum ist es wichtig, die Top-Leistungen zu kennen?
Friseure und Kosmetiker:innen machen mit 3 Dienstleistungen oft schon 50 % ihres Dienstleistungsumsatzes – und mit 10 meist über 90 %. Bei einer Preisanpassung ist es daher klug, gezielt die richtigen Preise anzufassen statt alle. Eure Top-Leistungen sind übrigens nicht nur die meistverkauften, sondern die mit der besten Marge pro Stunde: Zusatzleistungen wie Augenbrauenzupfen, eine Haarkur oder eine Pflegepackung dauern kaum länger, bringen aber auf die Stunde gerechnet oft überraschend viel. Ein Grund mehr, sie aktiv mit anzubieten.
Wie kalkuliere ich eine Preiserhöhung richtig?
Nicht mit dem Rasenmäher über alle Preise! Erhöht gezielt dort, wo es wirkt: bei den Leistungen, die den Großteil eures Umsatzes tragen, und überall dort, wo der aktuelle Preis unter dem kalkulierten Ziel-Verkaufspreis liegt. Eine 50-Cent-Erhöhung auf eine Leistung, die einmal im Monat vorkommt, bringt dagegen nichts außer Diskussionen. Unser Rechner spielt Preisrunden als Szenario durch und erstellt euch die neue Preisliste gleich mit – inklusive der Info, welche Erhöhung sich betriebswirtschaftlich überhaupt lohnt.
Wieso man bei der Kalkulation nicht aufhören sollte
Mit der Kalkulation endet der Einfluss auf eure Preise nicht – behaltet das große Ganze im Auge. Faktoren wie Auslastung, Rabatte oder der Umsatz pro Terminstunde hängen zusammen und können wie Dominosteine eine Kettenreaktion auslösen: Eine Schwäche an einer Stelle muss an anderer Stelle teuer ausgeglichen werden. Die gute Nachricht: Ihr habt diese Faktoren selbst in der Hand. Mehr dazu unter Besser werden.
Ihr habt Sorge, dass die Preise zu hoch sind für eure Kunden?
Immer wieder hören wir: „Ich kann meine Preise nicht erhöhen, dann bleiben die Kunden aus." Wir wollen mehr Selbstbewusstsein schaffen, was Preise angeht: Ein kalkulierter Preis ist kein Wunschpreis, sondern der Preis, der eure Kosten deckt – wer weniger verlangt, macht ein Minusgeschäft. Vermeidet außerdem Rabatte, sie durchlöchern eure Preise wie einen Schweizer Käse; Kassensysteme wie studiolution zeigen euch in Berichten, wie viel Umsatz euch dadurch entgeht. Und falls sich die kalkulierten Preise wirklich nicht durchsetzen lassen, liegt das Problem meist woanders: zu hohe Kosten, zu geringe Auslastung oder die Leistung selbst – und genau dort solltet ihr ansetzen.



